Einladung zur vierten Einweihung der Gedenktafel für Wolfgang Szepansky am Samstag, den 7. Oktober 2017, 14 Uhr in der Methfesselstraße 42, 10965 Berlin

Am 11. August 2012 wurde nach langem Bemühen eine Gedenktafel für Wolfgang Szepansky in der Methfesselstraße in Kreuzberg enthüllt. Hier hatte er im August 1933 „Nieder mit Hitler! KPD lebt! Rot Front!“ an die Mauer der damaligen Schultheiß-Brauerei geschrieben und wurde daraufhin verhaftet.
Die Tafel wurde im Februar 2015 zerstört, ebenso die zwei drauffolgende Tafeln, die Letzte erst im Februar 2017.

Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg, das Aktive Museum – Faschismus und Widerstand in Berlin e.V. und die VVN-BdA e.V. haben in einer gemeinsamen Aktion die Gedenktafel, nun besser geschützt gegen Vandalismus, erneuern lassen und setzen damit ein Zeichen gegen diesen politisch motivierten Akt der Zerstörung. Den Zielen der Zerstörer soll kein Raum gegeben werden!

Im Rahmen der Gedenktafelenthüllung werden Texte von Wolfgang Szepansky gelesen, die Stadträtin für Finanzen, Umwelt, Kultur und Weiterbildung des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg, Clara Herrmann, spricht ein Grußwort. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von Isabel Neuenfeldt.

Fotos: Wolfgang Szepansky, mit freundlicher Genehmigung der Familie Szepansky.


Zur Person:

Wolfgang Szepansky (9. Oktober 1910 – 23. August 2008), Malergeselle und Mitglied des Kommunistischen Jugendverbandes, schrieb am 11. August 1933 an die Mauer der damaligen Schultheiß-Brauerei in der Methfesselstraße: „Nieder mit Hitler! KPD lebt! Rot Front!” Er wurde gefasst. Das KZ Columbiahaus, Exil in Holland, Internierungslager, Gefängnis und das KZ Sachsenhausen waren seine weiteren Stationen bis zur Befreiung 1945. Befreit zum Leben wurde er Zeichenlehrer, bekam jedoch Anfang der fünfziger Jahre im Zuge des Kalten Krieges in West-Berlin Berufsverbot. Er spielte Theater, sang, dichtete und malte Bilder gegen Not, Unterdrückung und Krieg. In Schulen berichtete er über sein Leben und den Kampf gegen den Nationalsozialismus und führte die Jugend zu Stätten der Unterdrückung und des Widerstands. Für sein Engagement wurde er 1996 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Sein Leben lang trat er mit all seiner Kraft für Frieden und Verständigung ein.


Kontakt:


FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum
Matthias Rosenthal
Adalbertstr. 95A
10999 Berlin
E-Mail: info@fhxb-museum.de 
Tel. +49-30-50585233
Fax  + 49-30-50585258

Aktives Museum
Faschismus und Widerstand in Berlin e.V.
Christine Kühnl-Sager
Stauffenbergstraße 13-14
D-10785 Berlin
Tel.: 0049-30-2639890 39, Fax -60
Email: info@aktives-museum.de 

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes –
Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten
VVN-BdA e.V.
Magdalenenstr. 19, 10365 Berlin
Telefon (+49) 030-55579083-2